Blog erstellen: Wie Du regelmäßig großartige Blog-Posts schreibst

Wer einen Blog erstellt – gerade, wenn er dies zu Marketingzwecken tut – sollte auch regelmäßig bloggen. Doch mindestens jede Woche einen großartigen Blog-Artikel zu veröffentlichen, ist nicht einfach, denn – seien wir ehrlich – bloggen ist harte Arbeit.

Es dauert. Es ist manchmal mühsam, vor allem, wenn sich der Artikel nicht „mal eben runterschreiben“ lässt. Manchmal fehlt es an Ideen, dann wieder will der Text einfach keine veröffentlichungsreife Form annehmen. Und manchmal fehlt schlicht und einfach die Lust.

Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis ich wirklich verstanden hatte, WAS mir regelmäßiges Bloggen bringt und warum es SO WICHTIG ist, auch wenn ich einmal keine Lust habe, einen neuen Artikel zu schreiben.

Jeder Blog-Post ist eine kleine, wichtige Arbeitsprobe, die aus einem zufälligen Besucher einen zahlen Kunden machen kann. Jeder Artikel bringt mir Besucher und jeder weitere Post sorgt dafür, dass ein potenzieller Kunde mehr Antworten auf seine Fragen auf meinem Blog findet.

Doch was bringt die Theorie, wenn es in der Praxis hapert. Genauso war es nämlich lange bei mir. Ich hatte oft keine rechte Lust, mich hinzusetzen und zu schreiben.

Auch wenn das natürlich Blödsinn ist, denn ein Blogger ohne Blog ist irgendwie sinnfrei…

Was habe ich also gemacht? (Außer mir selbst kräftig in den Hintern zu treten?) Ich habe mir einen Prozess überlegt, der mir dabei hilft, die größten „Schreibhürden“ zu überwinden.

Und genau den zeige ich Dir heute.

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1 | Brainstorming

Eines der größten Hindernisse sind sicherlich die fehlenden Ideen. Denn wie sollst Du einen tollen Artikel verfassen, wenn Du nichtmal weißt, worüber. Und erst am „Schreibetag“ damit zu beginnen, nach Ideen zu suchen, ist in meinen Augen wenig hilfreich. Dann ist der Tag nämlich schnell mit Recherche vertan, bevor Du auch nur ein Wort geschrieben hast.

Daher sammle ich Ideen für zukünftige Blog-Artikel. Und zwar jede Idee, die mir in die Finger kommt. Nicht aus jeder wird jemals ein Artikel, doch viele Punkte meiner Liste bringen mich in der Kombination auf neue Ideen.

Insgesamt habe ich 7 „Quellen“ für diese Liste (und eine tolle Übung):

 

1 | Leserfragen

Ich bitte neue Abonnenten in meinen Begrüßungsmails immer darum, mit ihre größten Hang Ups in ihrem Business mitzuteilen. Und gar nicht mal so wenige nehmen sich die Zeit, und schreiben mir. Dadurch bekomme ich die besten Ideen, denn schließlich fragen meine Leser ja bereits nach der Antwort auf eine Frage.

Du kannst Dir sicher sein, wenn nur ein Leser eine Frage stellt, dann gibt es mindestens 10 weitere, die Deine Antwort ebenfalls interessiert.

TIPP: Frage Deine Leser in regelmäßigen Abständen danach, was ihnen auf der Seele brennt und notiere Dir die Fragen auf Deiner Ideen-Liste

 

2 | Facebook-Gruppen

Facebook-Gruppen sind ein el Dorado für Blog-Post-Ideen. Ich bin in mehreren Gruppen aktiv und habe auch selber 2 Facebook-Gruppen; eine speziell für das Thema Pinterest und eine Business-Gruppe.

Die Fragen, die in meinen und auch in fremden Gruppen gestellt werden (und oftmals auch die Antworten), sind mir eine große Hilfe. Ich verstehe die Fragen meiner potenziellen Leser besser, entdecke eventuelle Missverständnisse, die ich in einem Blog-Post ausräumen könnte usw.

TIPP: Tummle Dich in thematisch passenden Facebook-Gruppen und halte die Augen auf, welche Themen dort diskutiert und welche Fragen gestellt werden. Dazu brauchst Du keine eigene Gruppe gründen; die Gruppen von anderen sind oft ebenso hilfreich.

 

3 | Webinar-Fragen

Seit neuestem veranstalte ich ein regelmäßiges gratis Webinar, das alle 2 Wochen stattfindet. In dem etwa 1-stündigen Webinar lasse ich bewusst 15-30 Minuten am Ende Zeit, um Fragen zu beantworten.

Doch nicht jede Frage kann ich in dem Rahmen wirklich vollständig beantworten. Außerdem lasse ich den Chat auch im Replay offen, so dass auch dadurch im Anschluss noch Fragen nachkommen. Diese Fragen sind klasse Vorlagen für neue Blog-Artikel.

TIPP: Wenn Du keine eigene Webinar-Serie hast, besuche die Webinare Deiner Mitbewerber und halte die Augen auf, welche Fragen dort gestellt werden.

 

4 | Kommentare auf dem Blog

Wenn Du bereits regelmäßig Blog-Artikel schreibst, wirst Du in den Kommentaren oft auch Fragen oder Missverständnisse finden, die Du in zukünftigen Blog-Artikeln beantworten kannst.

 

5 | 50 Blog-Post-Ideen

Ich habe einen Blog-Artikel mit insgesamt 50 Ideen für Blog-Posts. Dieser hat meine Liste bereits bei der Erstellung stark wachsen lassen und ich greife selber immer gerne drauf zurück.

 

6 | 50 weitere Blog-Post-Ideen

Und weil’s so schön war, gibt es noch eine Fortsetzung dieses Artikels 😉

 

7 | Leser-Umfrage

Du kannst Deine Artikel-Recherche auch ein wenig umfassender im Rahmen einer Leserbefragung angehen. Wenn Du Deinen Fragebogen gut ausarbeitest, wirst Du unfassbar tolle Antworten und Ideen erhalten. Dazu noch viel „geordneter“, als bei meinen anderen Vorschlägen.

 

+1 | Brainstorm-Übung

Meine letzte Idee, weitere Blog-Post-Ideen zu entwickeln, ist im Grunde genommen eine – wie ich finde – extrem hilfreiche Übung. Dazu nimmst Du Dir einfach ein leeres Blatt Papier und setzt Deine Stoppuhr auf 30 Minuten.

In dieser Zeit notierst Du Dir JEDE IDEE, die Dir in den Sinn kommt. Egal, wie gut oder schlecht sie sein mag. Manchmal braucht es 5 miese Ideen, bis eine richtig gute in Deinem Kopf entsteht. Schreib daher einfach alles auf.

Nach Ablauf der 30 Minuten gehst Du Deine Notizen noch einmal in Ruhe durch, sortierst sie und streichst alles, was es nicht wert ist, weiter verfolgt zu werden. Du wirst sehen, es ist nicht ungewöhnlich, in der Zeit mindestens 10 wirklich gute Ideen gefunden zu haben.

 

2 | Füge Blog-Posts Deinem Redaktionsplan hinzu

Seitdem ich die Wichtigkeit des Bloggen (endlich) verstanden habe, versuche ich, jede Woche 5 neue Blog-Artikel zu schreiben. Seitdem nutze ich für meine Artikel keinen Redaktionsplan mehr, der fürs komplette Quartal gilt, sondern plane die Blog-Artikel so 2-3 Wochen im Voraus.

Um den Überblick zu behalten, habe ich mir in Asana einen entsprechenden Task angelegt und ordne darin die Artikel den geplanten Veröffentlichungsdaten zu. So habe immer einen guten Überblick, welche Posts wann anstehen.

Jedem Artikel ordne ich auch entsprechende Unteraufgaben und das Dokument zu, in dem er geschrieben wird. Das ist aktuell, wo ich noch keine Aufgaben an jemanden delegiere, zwar eigentlich unnötig. Doch ich bin ein großer Freund davon, heute schon so zu arbeiten, wie ich es tun würde/müsste, wenn ich Unterstützung hätte. So ist mein Business bereits jetzt schon für das aufgestellt, was noch kommt.

TIPP: Lege Dich unbedingt fest, wann Du neue Blog-Artikel veröffentlichst und plane entsprechend Deine Artikel im Voraus. So wissen Deine Leser genau, wann sie etwas neues von Dir erwarten können und Du hast auch ein wenig Druck, etwas zu liefern.

Dabei gilt: je mehr Artikel, desto besser. Doch bleib realistisch und verspreche nichts, was Du nicht halten kannst. Starte lieber langsamer und erhöhe Schritt-für-Schritt Deine Schlagzahl.

3 | Strukturiere Deinen Artikel

Gut strukturiert ist halb geschrieben. Zumindest in meinen Augen. Daher versuche ich, an Tag 1 meinen zukünftigen Blog-Artikel zu strukturieren und an einem anderen Tag dann zu schreiben.

Irgendwie kann ich so meinem Kopf einreden, es ginge viel leichter.

 

Ich beginne also immer damit, mir eine Struktur für meinen Artikel zu überlegen. Zuerst notiere ich dazu meine eigenen Ideen. Im zweiten Schritt folgt die Recherche. Ich gehe die top-gerankten Artikel zum Thema in Google durch und schaue, welche Aspekte dort noch Berücksichtigung gefunden haben, die ich vielleicht noch aufnehmen sollte. Dabei geht es übrigens nicht ums Abschreiben, sondern um Vollständigkeit.

Je nach Thema, sehe ich mich im Anschluss noch nach Quellen, Statistiken, Bildern usw. um, die den Artikel ergänzen könnten.

Das tatsächliche Schreiben finden dann an einem anderen Tag statt und geht mir dann recht flott von der Hand. Vermutlich aus 2 Gründen: 1. die wesentliche Vorarbeit ist bereits gemacht und 2. mein Kopf findet, dass er das ja jetzt „nur eben noch unterschreiben“ müsse, was ich persönlich als einfache Aufgabe empfinde.

TIPP: Recherche und Artikelstruktur sind tolle Aufgaben, die Du en bloc erledigen kannst. Und wo Du schonmal dabei bist, kannst Du gleich noch die Überschriften und Grafiken erledigen. So zumindest mache ich das. Ich versuche mir Samstags vormittags 2-3 Stunden Zeit zu nehmen und meine Inhalte für die kommende Woche zu strukturieren, die Überschriften zu erstellen und dann auch gleich die Grafiken zu machen. So geht mir das eigentliche Bloggen in der Woche recht flott von der Hand. Klappt das mal nicht am Wochenende, erledige ich es übrigens montags.

 

4 | Schreiben

Üblicherweise schreibe ich meine Artikel erst am Tag ihrer Veröffentlichung. Ich möchte zwar eigentlich meinen Artikel gerne bereits einen Tag im voraus fertig haben, doch das bekomme ich selten hin.

Doch durch die geleistete Vorarbeit brauche ich üblicherweise „nur noch“ 1-3 Stunden, um den Artikel zu finalisieren. (Ich gebe aber auch zu, ich musste für den Job lernen, echt schnell zu schreiben und profitiere heute unglaublich davon – gräm Dich also nicht, wenn es bei Dir länger dauert).

Etwaige Bilder, Dokumente oder Content Upgrades ergänze ich übrigens auch schon vorab in meinen Asana-Tasks. Das hilft mir, einen Überblick darüber zu behalten, was bereits „fertig“ ist und was ich für jeden Artikel noch erledigen muss. (Und ich habe meinen Prozess gleich schon so aufgebaut, dass eine zukünftige Assistenz einfach übernehmen könnte)

TIPP: Nutze von Beginn an Tools in Deinem Business, die die Zusammenarbeit mit zukünftigen Mitarbeitern vereinfachen bzw. möglich machen. Je früher Du beginnst, so zu arbeiten, wie Du es mit Unterstützung tun würdest, desto leichter fällt Dir die Umstellung, wenn es so weit ist. Ich nutze daher bereits heute Tools wie Asana oder Google Drive, auch wenn ich das für mich alleine eigentlich nicht bräuchte.

So habe ich a) bereits alles für den Punkt vorbereitet, wenn ich mir Hilfe leisten will und kann und b) kann problemlos beziffern, wie viel Unterstützung und wofür genau ich eigentlich brauche.

5 | Bearbeiten

Es gibt mehrere Gründe, warum ich gerne meine Artikel mindestens einen Tag im voraus fertig hätte. 1. würde es die Zusammenarbeit mit jemand Drittem signifikant vereinfachen (denn diese Person hätte ein wenig Vorlauf) und 2. bliebe mehr Zeit, den Text Korrektur zu lesen.

Du wirst das selber wissen: wenn Du einen Text direkt nach Erstellung Korrektur liest, findest Du viele Fehler nicht. Und online-Tools sind leider auch nur bedingt eine Hilfe.

Toll finde ich die Online-Rechtschreibprüfung von Duden, doch dort kannst Du Texte von maximal 800 Zeichen Länge checken. Ziemlich mühsam bei Blog-Posts, die 2.000 Worte haben…

Daher ist es in meinen Augen absolut erstrebenswert, wenn der Artikel mindestens einen Tag liegt, bevor Du ihn veröffentlichst. So findest Du Tippfehler bedeutend besser und schneller.

Alternativ kannst Du Dir auch von jemand anderem helfen lassen (Mutti oder die beste Freundin z.B.) oder Dir den Artikel laut vorlesen.

6 | Artikel einstellen

Dadurch, dass meine Artikel, Bilder, Links usw. Nun alle demselben Task in Asana zugeordnet sind, ist es super-einfach, den Blog-Artikel nun in WordPress einzustellen.

Ich brauche einfach nur meine Vorlage in WordPress zu öffnen und alle Bestandteile zu kopieren. In jedem Dokument habe ich auch bereits mein Keyword, meine Meta-Beschreibung usw. notiert. So finde ich alles ganz leicht und habe alle notwendigen Infos und Dateien beisammen.

Hätte ich eine Assistenz, würde ich sie das Einstellen übernehmen lassen und selber den Post dann am entsprechenden Tag publishen.

 

7 | Artikel in Social Media teilen

Nach der Veröffentlichung pinne ich jeden Artikel unmittelbar auf meine Blog-Pinnwand in Pinterest und von dort in den kommenden Tagen weiter auf thematisch passende eigene und Gruppen-Pinnwände. Den genauen Prozess habe ich hier beschreiben.

Ebenso teile ich den Post auf Facebook und Instagram. Auch hierfür gibt es einen Unterpunkt in meinem Asana-Task, denn im Grunde genommen funktioniert das immer gleich und das „normale“ pinnen und teilen könnte auch von jemand anderem übernommen werden.

TIPP: Dein Blog und Deine Emailliste gehen Hand in Hand. Teile also auch Deinen Abonnenten mit, wenn Du einen neuen Blog-Post erstellt hast. Mache dies entweder im regelmäßigen Newsletter oder durch ad hoc-Emails.

 

8 | Plane weitere Social Media-Inhalte

An dieser Überschrift habe ich lange „rumüberlegt“. Denn ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass ich keine Social Media-Inhalte mehr vorplanen möchte/werde. Ich finde, hier stehen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis mehr.

Hinzu kommt, dass interaktive Formate, wie Instagram-Stories und Facebook-live immer beliebter werden und davon leben, eher spontan zu sein.

Statt also Zeit damit zu verbringen, Grafiken zu erstellen und diese in mühevoller Arbeit in eine Plnungstool einzugeben, werde ich zukünftig einen Timeslot in meinem Kalender eintragen, in dem ich einfach live auf dem entsprechenden Social Media-Kanal von etwaigen Neuigkeiten auf meinem Blog berichten werde.

Unabhängig davon, wie Du dieses Frage für Dich löst, ist der letzte Punkt in der Liste die Planung weiterer Social Media-Inhalte, egal ob mittels eines Tools oder “von Hand”. Machst Du dies nicht, geht es nach meiner Erfahrung einfach unter und Du verpasst unter Umständen Möglichkeiten, sichtbarer zu werden.

Entscheide Dich also für eine Plattform, ein Format und ein Planungstool und plane zukünftige Posts direkt im Anschluss an jeden Blogartikel.

TIPP: Ich liebe Recurpost, denn dort musst Du nicht jeden Post neu und händisch planen, sondern kannst Posts mehrfach nutzen und neue Blog-Artikel werden mittels RSS-Feed automatisch veröffentlicht.

 

Hast Du auch einen fixen Prozess fürs Bloggen? Oder willst Du Dir nun einen „zulegen“? Was machst Du anders als ich?

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