Wecke Interesse: die 6 Regeln für Deinen perfekten Elevator Pitch

Du hast es sicher schon oft gehört: Jede Unternehmerin sollte ihn haben, ihren perfekten Elevator Pitch. Er hilft Dir dabei, potenzielle Kunden in relativ kurzer Zeit von Deinem Produkt / Deiner Idee zu überzeugen.

So gut, so simpel. Denn leider ist es schon ein wenig mühsam, sein unwiderstehlichstes Versprechen in nur wenige Sätze zu verpacken. Dafür aber unglaublich wertvoll.

Denn das eigene Tun und die Vorteile für den Zielkunden in wenigen Sätzen so treffend und knackig so zu beschreiben, dass jemand Lust auf mehr Infos bekommt wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Deinen Erfolg!

Pin it!

Was ein perfekter Elevator Pitch alles sein kann

Der perfekte Elevator Pitch ist Dein Einstieg in theoretisch jedes Gespräch. Du kannst ihn genauso gut auf Netzwerkveranstaltungen nutzen, wie auf einer Party, wo Dich jemand fragt: „Und, was machst Du so beruflich?“. Und auch auf Deiner Homepage und in Online-Gruppen ist er für die Vorstellung perfekt geeignet.

Er beschreibt in wenigen Worten, was Dein Unternehmen anbietet und was daran so besonders ist. Er beschreibt die Essenz Deines Business.

Und auch, wenn er vorrangig ein Verkaufsinstrument ist, hilft Dir seine Erstellung auch dabei, Dir über das Wesentliche Deines Business klar zu werden und auf den Punkt zu bringen, was Dein Business ist und kann.

 

Nur was Du in wenigen Worten erklären kannst, hast Du wirklich verstanden

Vor vielen vielen Jahren habe ich in einer Kreditschulung meiner Bank mal etwas gelernt, was ich zuerst nur als Blabla abgetan habe. Im Verlauf der Zeit habe ich aber verstanden, wie richtig diese Aussage ist

In vielen Gesprächen mit Kunden musste ich im Verlauf meiner Zeit bei der Bank komplexe Produkte so erklären, dass der Kunde mir sofort folgen konnte. Ihm also eine Zusammenfassung der wesentlichsten Punkte präsentieren, um ihm die Sache überhaupt schmackhaft zu machen.

Im ersten Schritt – das kennst Du ja von Dir selber – willst Du Dich nämlich noch nicht mit Details beschäftigen, sondern nur verstehen, worum es sich bei dem Produkt handelt und was es für Dich so toll macht.

Mit den Details kannst Du Dich später noch auseinandersetzen.

 

Genauso ist es mit Deinem perfekten Elevator Pitch

Und genau darum geht es in Deinem perfekten Elevator Pitch. Er soll

  1. kurz und prägnant beschreiben, worum es in Deinem Business geht und
  2. Dein Gegenüber neugierig darauf machen, mehr zu erfahren

 

Die Grundregeln für einen guten Elevator Pitch

Um wirklich gut bzw. sogar perfekt zu sein, sollte Dein Elevator Pitch allerdings ein paar Grundregeln befolgen. Denn Du willst ja nicht nur irgendeinen prägnanten Satz formulieren, sondern DEN perfekten Elevator Pitch, der Deine potenziellen Kunden gleich so anfixt, dass sie vor Deiner virtuellen Tür regelrecht Schlange stehen.

 

Regel 1: Der Adressat und seine Wünsche

Dein perfekter Elevator Pitch sollte Deinem Gegenüber ganz klar zeigen, was er davon hat. Was sind die zu erwartenden Ergebnisse für ihn?

Denn Kunden kaufen ein Produkt oder eine Dienstleistung nur aus einem (naja, eigentlich sind es zwei) Gründen: weil es ein bestehendes Problem für sie löst oder einen bestehenden Umstand verbessert.

Und genau das wollen wir uns zu Nutze machen, indem wir unsere Lösung für das Problem im Pitch klar beschreiben. Dazu können uns konkrete Zahlen, Daten und Fakten  helfen. Oder aber wir sprechen das Problem des Kunden ganz genau an.

 

Regel 2: Reden ist silber, Schweigen ist gold

So einen Pitch dann auch tatsächlich live zu nutzen ist gar nicht so einfach und natürlich wirst Du die ersten Male etwas Herzklopfen haben. Das gehört wohl dazu.

Mach aber nicht den Fehler und plappere Dein Gegenüber voll, um Deine Aufregung zu verstecken. Das einzige, was Dir das bringt, ist, dass Du Dich kurzzeitig etwas besser fühlst – verkaufen wirst Du so nichts.

Und beim nächsten Mal ist alles nur noch schlimmer mit der Aufregung.

Also tu Dir den Gefallen und halte Dich möglichst zurück. Stelle Fragen und höre zu. Dein Gegenüber sollte insgesamt etwas 2/3 der Zeit sprechen, Du nur 1/3.

 

Regel 3: Kenne Deine Zielperson

Auch wenn die Zielgruppen-Sau mittlerweile wirklich schon durch jedes virtuelle Dorf getrieben wurde – das macht sie nicht weniger relevant!

Und schon gar nicht weniger wichtig.

Ein perfekter Elevator Pitch braucht eine klare Zielperson. Denn nur dann kannst Du DAS Problem wirklich passgenau adressieren.

Daher: lege für Dich genau fest, wen Du als Kunden gewinnen willst. Was sind die Interessen dieser Person? Wo triffst Du diese Leute? In welcher Situation befinden sie sich?

Ein genau auf eine Zielperson zugeschnittener Pitch trifft letztendlich Kopf, Herz und Brieftasche des Empfängers. Und genau das wollen wir ja erreichen.

 

Regel 4: Falle auf – um jeden Preis!

Dein Elevator Pitch sollte alles sein – aber auf gar keinen Fall langweilig! Ganz im Gegenteil – je auffälliger er ist, desto größer sind Deine Chancen, dass Dein potenzieller Kunde sich auch später noch an Dich erinnert.

Wie Du das machst, ist dabei Deine Entscheidung. Schocke die Person, oder bring sie zum Lachen. Überrasche sie. Denk Dir das aus, was zu Dir und Deinem Business am besten passt.

 

Regel 5: Die perfekte Länge gibts nicht

Im Internet findest Du jede Menge Anleitungen zum Thema perfekter Elevator Pitch. Und in jeder steht etwas anderes zum Thema Länge.

Dabei gibt es keine fixe Regel, die besagt, es muß mindestens X Sekunden dauern. Mehr als Y dürfen es aber auch nicht sein. Die Idee ist einfach, dass er so kurz wie möglich, aber auch so lang wie nötig ist.

Prinzipiell sollte er nur so lang sein, dass er in die Dauer einer Aufzugfahrt passt. Und auch das solltest Du nicht wörtlich nehmen; vielmehr geht es um die Grundidee dahinter:

Dein Adressat hat prinzipiell wenig Zeit. Einen Termin bekommst Du also nicht. Wenn Du ihn aber mal zufällig im Aufzug triffst – sei vorbereitet! Denn dann kommt Dein Pitch zum tragen.

Schaffst Du es, in dieser kurzen Zeit (das entspricht etwa 10-30 Sekunden bzw 1-5 Sätzen) das Interesse Deines Gegenübers zu wecken, wird die Person bestimmt eben den Fuß in die Tür stellen oder mit Dir aussteigen und Dir die Möglichkeit geben, die Sache detaillierter zu beschreiben.

 

Regel 6: bleib authentisch!

Bitte vergiss bei allen Vorgaben und Regeln für so einen Pitch nie, Du selber zu bleiben. Auswendig gelernte Floskeln werden – egal wie gut sie inhaltlich sind – niemals gut bei anderen ankommen.

Du kennst das ja selber. Wir Menschen merken einfach, ob jemand eine Rolle spielt und etwas nur aufsagt, oder ob er mit vollem Herzen dahinter steht.

Daher: Versprich nur, was Du halten kannst. Bleib bei der Wahrheit und produziere keine heiße Luft. Dein Angebot, wenn es die ersten 5 Regeln wirklich berücksichtigt, ist gut genug. Es braucht keine übermäßige Glitzerverpackung, wenn das nicht zu Dir passt. Bleib immer Du. Bleib authentisch.

 

Regel 6a: Du bist gut so, wie Du bist

Denn: Du bist gut so, wie Du bist. Du hast zu recht etwas zu sagen und ein tolles Produkt / eine tolle Dienstleistung zu verkaufen. Es gibt keinen Grund, Dich hinter falscher Scheu zu verstecken!

Glaube an Dich und Dein Business.

 

Wie erstellst Du Deinen perfekten Elevator Pitch auf Basis dieser Grundregeln?

So. Die Regeln stehen fest, nun geht es ans Eingemachte. Nun erstellen wir Deinen perfekten Elevator Pitch in nur 4 simplen Schritten:

1. Alleinstellungsmerkmal

Dein Pitch sollte herausstellen, was Dich einzigartig macht. Zeigen, für welche Problem genau Du die Lösung hast. Und vergiss dabei nicht: Du musst nicht die allerbeste in irgendetwas sein. Anders zu sein ist völlig ausreichend!

2. Schmerzen

Emotionen verursachen Reaktionen. Daher solltest Du Dein Gegenüber immer auch emotional ansprechen. Behalte dabei im Auge, dass unser Gehirn so gestrickt ist, dass wir die Angst vor Verlust immer größer empfinden, als die Chance auf Gewinn. Sprich daher das Problem, das Du lösen kannst, unbedingt an.

3. Befriedige Bedürfnisse

Jetzt kommt der Punkt, wo Du zeigst, wie Du das Problem, das Du benannt hast, lösen kannst und wirst. Warum ist Deine Methode die allerbeste, um das zu erreichen? Was kannst Du Deinem Gegenüber versprechen?

Wichtig dabei! Jetzt geht es nur um die Lösung, die Du bietest und noch nicht um Dei Produkt!

4. Die „Formel“ für Deinen perfekten Elevator Pitch

Eine gute Formulierung für Deinen Pitch ist:

Ich bin ______ und ich ________

(Ich bin NAME und ich zeige Dir, wie Du Problem A lösen kannst und dadurch B bekommst)

Wenn Du Deinen Pitch mit diesem Satz startest hast Du eine gute Basis, um Dein Angebot zu beschreiben. Alles, was Du dann noch hinzufügen musst, ist ein Aufhänger nach Regel 4 und die erste Version Deines Pitches steht.

 

Vom guten zum perfekten Elevator Pitch

Ich sage hier ganz bewusst Deine erste Version, denn auch wenn ich Dir viel zutraue – DEN perfekten Elevator Pitch zu erstellen braucht einfach Zeit und Übung. Erwarte also nicht, dass Deine erste Version gleich perfekt ist.

Vielmehr wirst Du da eine Weile dran arbeiten und mit dem Pitch üben müssen, bis Du wirklich DIE Version hast, mit der Du Dich super wohl fühlst und mit der Du genau die Erfolge erzielst, die Du Dir wünschst.

 

Ein Pitch kommt selten allein – Dein Follow up

Wenn Du nun Deinen perfekten Elevator Pitch gefunden hast und damit erfolgreich jeden dazu bringst, im Fahrstuhl den Stop-Knopf zu drücken, um mehr über Dich und Dein Angebot zu erfahren, kommen wir zum nicht weniger wichtigen Schritt 2.

Denn Du willst ja nicht nur Interesse wecken, sondern Kunden gewinnen.

Daher braucht Dein Pitch immer auch ein Follow up. Was genau wirst Du sagen und tun, wenn das Interesse Deines Gegenübers geweckt ist? Wie wirst Du ihn dazu bringen seine Brieftasche zu zücken und bei Dir zu kaufen?

Mach Dir nicht nur Gedanken zu Deinem perfekten Elevator Pitch, sondern auch zum perfekten Follow up

Auch dafür eine Strategie zu haben ist Gold wert und kann dazu führen, dass Dein Gegenüber nicht nur Interesse zeigt, sondern total wild auf Dein Produkt wird.

Was brauchst Du dazu? Einen Plan.

Überlege Dir genau, was Du tun und sagen wirst, nachdem Du das Interesse geweckt hast. Denn jetzt kommt Dein Angebot ins Spiel.

Wie wirst Du Dein Produkt beschreiben? Was kannst Du sagen, dass die Begeisterung Deines Kunden immer noch größer wird?

Am besten tust Du das, indem Du weiterhin nicht zu viel verrätst. Lass nicht gleich alles aus dem Sack, sondern konzentriere Dich auf die direkten Vorzüge, die das Produkt für Deinen Kunden hat.

Sein Interesse soll jetzt noch gar nicht befriedigt werden. Ganz im Gegenteil – Du willst es nur noch weiter anheizen.

Eine wunderbare Methode dafür ist die Verknappung. Sei ausgebucht. Arbeite nicht mit jedem. Setz eine kurze Deadline für das Angebot. usw.

Mach Dir zu Nutze, dass wir Menschen immer haben wollen, was wir nicht bzw nur ein ausgesuchter Kreis haben kann.

Hast Du Fragen und Anregungen zu dem Thema? Dann freue ich mich über Deine Kommentare.

Newsletter

WÖCHENTLICHE TIPPS & TRICKS FÜR MEHR BEKANNTHEIT, LESER UND KUNDEN

In meinem Newsletter zeige ich Dir, wie Du genau die Blog-Artikel schreibst, die in Google auf Seite 1 landen, in Pinterest großartige Reichweite erzielen und Dir genau die richtigen Leser bringen. Nämlich die, die später zu Kunden werden!

Das könnte Dich auch interessieren

Pinterest-Workshop: vom Anfänger zum Experten in nur einem Tag!