Wie Du in 6 Schritten Deine eigene Marke für Deinen Blog entwickelst

Du kennst sie doch sicher auch, diese Blogs auf denen Du landest und Dich gleich wohl fühlst, weil das Design einfach so „schön“ ist. Und dann wieder gibt es Blogs, die zwar tiptop Inhalte liefern, aber die ganze Optik will einfach gar nicht zusammen passen.

Ich sag Dir was – diese Blogger verschenken wahnsinnig viel ungenutztes Potenzial. Denn toller Inhalt ist nur die halbe Wahrheit und nur ein Teil, den es braucht, um langfristig Leser anzuziehen, die sich auch tatsächlich wohlfühlen.

Der zweite ganz wichtige Punkt ist Dein unverwechselbares Branding; also das, was Deinen Blog auszeichnet und Deinen Lesern gleich das Gefühl gibt, bei Dir „richtig“ zu sein.

Darum zeige ich Dir heute, wie Du Deine eigene Marke entwickelst.

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Warum die eigene Marke entwickeln so wichtig ist

In großen Firmen werden große Abteilungen nur dafür beschäftigt das Markenimage zu pflegen, denn Deine Marke ist mehr als nur Dein Produkt.

Eine gute Marke

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Wird sofort erkannt

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Nutzt immer die gleichen grafischen Elemente (also Deine Bilder, Schriften und Logos) und

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Erzählt eine Geschichte, die über das Produkt hinausgeht

Ich gebe Dir mal ein Beispiel.

Stell Dir vor, Du fährst im Dunkeln mit dem Auto. Eigentlich kannst Du außer den Scheinwerfern der Wagen vor und hinter Dir nicht wirklich was erkennen. Und trotzdem weißt Du ganz sicher, dass vor Dir ein Audi und hinter Dir ein BMW fährt.

Woran Du das erkennst? Ziemlich sicher daran, dass die Leuchten eine bestimmte Form haben, die an jedem Wagen der Marke vorkommt. Achte mal darauf. Ich war zu Beginn baff, dass das tatsächlich stimmt – tut es aber ;-).

Und nun stell Dir mal vor, genau das passiert mit Deinem Blog!

Jeder Leser, der zu Dir kommt, erkennt sofort,

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dass es Dein Blog ist (und damit Deine Marke) und

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bekommt dieses spezielle Gefühl, weil ihm sofort klar ist, was diese Besonderheit bei Dir ist.

Was genau macht nun aber eine gute Marke aus?

Das hat der bekannte Industriedesigner Dieter Rams in seinen berühmten 10 Thesen für gutes Design so festgehalten:

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Gutes Design ist innovativ.

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Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.

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Gutes Design ist ästhetisch.

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Gutes Design macht ein Produkt verständlich.

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Gutes Design ist unaufdringlich.

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Gutes Design ist ehrlich.

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Gutes Design ist langlebig.

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Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.

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Gutes Design ist umweltfreundlich.

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Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

Er hatte damals vor allem das Design von physischen Produkten im Kopf und damit nicht ganz das, worum es uns heute geht – nämlich Deinen Blog. Dennoch sind einige seiner Thesen auch hierfür passend:

1. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar

Es zeigt alle Funktionen eines Produktes – sowohl die primären (als, um was geht es in Deinem Blog und was bekommt Dein Leser von Dir) als auch ergänzende psychologische und ästhetische Funktionen (also das, was es in Deinem Blog „darüber hinaus“ noch gibt).

2. Gutes Design ist ästhetisch

Das wirst Du von Dir selber kennen – eine schön gestaltete Webseite besuchst Du viel lieber als eine, die Dir überhaupt nicht gefällt

3. Gutes Design ist langlebig

Ganz klar – Du willst nicht alles in z.B. türkis-gestreift gestalten, weil das gerade in ist. Stattdessen willst Du ein Design wählen, das über lange Zeit Dein Design bleiben kann und nicht morgen schon wieder out ist.

4. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail

Ich denke, auch das versteht sich von alleine; Du willst „Dein Design“ natürlich auch wirklich immer und überall benutzen und nicht nur auf 80% Deiner Seite.

5. Gutes Design ist sowenig Design wie möglich

Und zum guten Schluss kommt natürlich noch das unvermeidliche, aber umso wichtigere: weniger ist mehr! Gutes Design zeigt sich oft dadurch, dass etwas eher schlicht gestaltet wird.

Der Style Guide für Deine Marke

Nun aber genug der Vorrede – es wird Zeit, dass wir mit dem praktischen Teil anfangen.

Ich bin ein großer Freund davon, sich zu Beginn eines Blogprojektes (oder im Falle eines re-Brandings) ein sogenanntes Brand-Board zu erstellen. Darin hältst Du alle Designelemente Deins Blogs übersichtlich fest.

Zum einen kannst Du so gleich sehen, ob „alles zusammen passt“; zum anderen ist es ein perfektes visuelles Nachschlagewerk Deiner Marke.

Der Style Guide von mitplanzumerfolg.de sieht zum Beispiel so aus:

Komponenten des Style Guides:

Legen wir also los.

Denn natürlich geht es nicht nur darum, ein paar bunte Farbkreise auszufüllen. Denn wir wollen ja eine Marke schaffen, die jedem Besucher sofort vermittelt, was Dein Blog aussagt und ob er bei Dir richtig ist.

#1: Dein Zielkunde

Die wichtigste Grundlage dafür ist Dein Zielkunde. Denn den möchtest Du ja mit Deinem Branding ansprechen. Die Person, die Du bei Dir auf dem Blog willkommen heissen möchtest, soll sich in Deiner Marke wieder erkennen und gut aufgehobenen fühlen. Und je nachdem, wer diese Person ist, bestimmst Du auch Dein Branding.

Dann natürlich würdest Du für einen Blog über das Backen von bunten Torten ein anderes Design wählen, als zum Beispiel für einen Finanz-Blog.

Mit mitplanzumerfolg.de spreche ich zum Beispiel ambitionierte angehende oder junge Selbstständige an, die gezielt etwas erreichen wollen. Mein Design soll daher Klarheit, Struktur und Fokussierung ausstrahlen, gleichzeitig aber einladend und positiv sein.

Daher habe ich mich für ein klares, eher reduziertes Design entschieden mit petrol als Hauptfarbe. Gleichzeitig ist meine Seite sehr persönlich gestaltet (mit vielen Bildern von mir), um einladend zu sein und das Gefühl von Lebendigkeit zu erzeugen.

#2: Deine Farben

Passend zu Deinem Zielkunden wählst Du nun Deine Farben aus. Diese sollten das Gefühl wieder spiegeln, was Du vermitteln willst und Deinen Leser direkt abholen.

Optimal sind in der Regel etwa 2-4 Farben.

Um Dich zu entscheiden, kannst Du zuerst einmal das Wissen der Farbpsychologie für Dich nutzen und so eine übergeordnete Farbfamilie festlegen. Gute Übersichten findest Du z.B. hier oder hier.

Wenn die grobe Richtung dann einmal steht, geht es ans Auswählen Deiner speziellen Farben und der genauen Farbcodes. Um die Codes und gute Kombinationen zu finden, kannst Du z.B. auf Colourlovers nach Farbpaletten suchen.

Oder – so habe auch ich es gemacht – Du suchst Dir ein passendes Bild raus und nutzt ein Tool zum Erkennen von Farben (ich nutze z.B. Color Picker am Mac).

Meine Farben basieren z.B. auf diesem Bild; einem Urlaubsfoto von mir ;-):

#3: Deine Schriftarten

Als nächstes geht es an die Auswahl Deiner Schriftarten. Dies sollten 2, maximal 3 unterschiedliche Schriftarten sein.

Üblich sind

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eine Schriftart für Deine Überschriften

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eine Schriftart für etwaige Unter-Überschriften (sofern Du hierfür wirklich eine separate Schriftart nutzen willst – ich nutze dafür z.B. eine weniger große und fette Variante meiner Überschriften-Schriftart)

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eine Schriftart für Deine Fließtexte

Auch hier gilt: wähle Schriftarten, die zu Deiner Marke passen. Eine verspielte Schriftart ist sicher nichts für einen Finanz-Blog…

Eine tolle Übersicht und viele kostenlose Schriftarten findest Du übrigens bei Google Fonts.

#4: Dein Logo

Der nächste Punkt ist Dein Logo, also das grafische Zeichen für Deinen Blog. Ein Logo erhöht den Wiedererkennungswert Deiner Marke. Wenn es erst einmal bekannt ist, merken Deine Kunden auch ohne weitere Erklärungen, um welches Business es sich handelt.

Allerdings brauchst Du als Anfänger natürlich kein super-fancy Logo einer teuren Agentur. Etwas einfaches, selbst erstelltes tut es da auch.

Hierfür kannst Du Tools wie Canva oder Gimp nutzen und Dir in wenigen Minuten ein Logo selbst erstellen.

Mein Logo ist z.B. auch eine Eigenkreation, die ich in wenigen Minuten in Canva selber erstellt habe. Es symbolisiert die Berge, deren „Besteigung“ ja auch mit Erfolg assoziiert wird. (Wenn Du richtig hinsiehst, wirst Du aber erkennen, dass es „nur“ 2 Dreiecke sind, die übereinander angeordnet sind).

#5: Deine Bilder

Die Bilder, die Du auf Deiner Wegreite verwendest spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Wahrnehmung Deiner Marke. Eine Seite, die Lebensfreude und Fröhlichkeit ausstrahlen möchte, wird sicher nicht so wahrgenommen werden, wenn auf der Seite nur düstere schwarz-weiß-Bilder zu finden sind.

Wähle daher Bilder, die sowohl von den Farben als auch von der Bildsprache Deiner Marke entsprechen.

Ich z.B. habe mich dazu entschieden nur Bilder zu wählen, in denen die Farbe blau vorkommt. Daneben wähle ich die Bilder so, dass sie den Inhalt meines jeweiligen Artikels wieder spiegeln.

Gute und kostenlose Bilddatenbanken sind übrigens z.B. unsplash oder Pexels.

#6: Dein Ton

Und last but not least sollte natürlich auch der Ton Deines Blogs zu Deiner Marke und Deinem Zielkunden passen. Für einen Blog über juristische Themen wirst Du vermutlich andere Worte wählen, als in einem Blog für Katzenbesitzer.

Achte jedoch darauf, trotz allem noch Du selber zu bleiben und so zu schreiben, wie Du selber auch sprichst. Sollte Dir das nicht klar sein, kannst Du Dir mit einem einfachen Trick helfen:

nimm Dich einfach mal mit Deinem Handy dabei auf, wie Du ein Thema Deines Blogs jemand anderem erklärst. Dann merkst du sofort, welches „Deine Worte“ sind. Unter Umständen wird das ziemlich erhellend sein 😉

Nun kennst Du alle Grundlagen für ein schönes Blog Design und die Erstellung Deines Style Guides. Hierzu habe ich Dir eine Vorlage in Canva erstellt, auf die Du hier zugreifen kannst.

Hast Du noch Fragen oder Anregungen zum Thema? Oder möchtest uns mal Deinen Style Guide? Ab in die Kommentare damit!

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