inklusive Kostencheck

Finanzplanung für Anfänger – Wie Du berechnest, wie hoch die Kosten Deines Business sein sollten

Im ersten Teil über das Thema Finanzplanung habe ich ja schon darüber gesprochen, dass Dein Business genug abwerfen muss, um Dein Leben zu finanzieren und Du hast ausgerechnet, wie hoch der Betrag bei Dir genau ist.

Heute zeige ich Dir, wie Du die Kosten Deines Business im Auge behältst und wie Du bestimmst, welche Summe an Kosten die „richtige“ für Dein Business ist.

Neben Deinen Lebenskosten sollte Dein Business mindestens noch seine eigenen Kosten erwirtschaften. Sprich: Umsatz – betriebliche Kosten – Steuern = Deine Lebenshaltungskosten + Einkommensteuer

Alles, was Du darüber hinaus verdienst ist Dein Gewinn, den Du entweder dafür einsetzen kannst, Dein Business weiter wachsen zu lassen oder aber um Dich z.B. um Deine Altersversorgung zu kümmern.

Erst einmal ein paar Grundlagen zum Thema

Fixe Kosten

Fixe Kosten sind solche, die regelmäßig in gleicher Höhe anfallen und komplett unabhängig von der Höhe Deines Umsatzes sind. Regelmäßig bedeutet übrigens nicht zwingend jeden Monat. Die Kosten können auch nur 1x im Jahr oder Quartal anfallen.

Der wichtige Punkt ist, dass sie rein gar nichts mit der Höhe des Umsatzes zu tun haben.

 

variable Kosten

Im Gegenzug dazu stehen die variablen Kosten. Diese hängen unmittelbar mit Deinem Umsatz zusammen; steigen also, je mehr Umsatz Du erwirtschaftest. Variable Kosten sind daher die Dinge, die direkt in die Produktion Deines Produktes gesteckt werden. Bei Dienstleistern ist das in der Regel die Zeit (denn die kostet auch Geld!), bei denjenigen, die physische Produkte verkaufen, meist die Waren, die eingesetzt werden, um die Produkte zu erstellen.

Pin it!

Aber genug der Vorrede, lass uns zu den wesentlichen Punkten kommen.

Was Deine Ziele mit Deinen Kosten zu tun haben?

Der erste ist: Deine (Umsatz)Ziele bestimmen Deine Kosten. Warum? Ganz einfach: Ein Business, das 10.000€ Umsatz im Monat generiert, kann natürlich viel höhere Kosten „verkraften“, als eines mit nur 2.000€ Umsatz. So weit, so logisch.

Und so einfach zu ermitteln, wenn das jeweilige Geschäft auf dem erreichten Status quo weiterlaufen soll. Dummerweise will das üblicherweise kein Business. Denn hier wollen wir alle – zu Recht – wachsen.

Das wäre an sich auch gar kein Dilemma, wenn nicht die Kosten oft vor dem Umsatz kämen. Will sagen: derjenige mit 2.000€ Umsatz im Monat kann vermutlich nur auf 10.000€ kommen, wenn er investiert. Investition = Kosten.

Nimmt er sich vor, den Umsatz von 2.000€ auf 10.000€ zu erhöhen – also zu verfünffachen! – wird er mehr investieren müssen, als wenn das Ziel nur bei 3.000€ liegt. Auch wieder logisch.

Finanzplanung für Anfänger – die richtige Denke ist entscheidend

Was ich damit sagen will, ist folgendes: Wenn Du im Aufbau Deines Business steckst, oder wachsen willst, solltest Du die Höhe Deiner maximalen Kosten nicht vom aktuellen Umsatz ableiten, sondern Dich vielmehr fragen: Was kostet es, X Euro Umsatz zu generieren.

Denn Du wirst Deine Kosten vermutlich Schritt für Schritt anpassen müssen, um überhaupt mehr Umsatz erzielen zu können. Selbst wenn Dein aktueller Umsatz das vielleicht noch nicht unbedingt hergibt.

 

Und – was vielleicht noch wichtiger ist – Du musst Deine Denke entsprechen anpassen. Denk nicht wie eine Privatperson über Deine geschäftlichen Ausgaben nach. Betrachte nicht zu allererst die Zahl auf der Rechnung, sondern frage Dich immer: was bringt mir genau diese Ausgabe an zusätzlichem Umsatz / neuen Kunden / mehr Zeit usw.

Denn: als Unternehmer kannst Du ganz anders wirtschaften, als ein festangestellter Arbeitnehmer mit fixem Gehalt. Denn Du kannst Deine Einkünfte quasi unendlich steigern und hast somit keinen fixen monatlichen Betrag, den Du maximal zur Verfügung hast.

Du hast die Chance und die Möglichkeit zu wachsen und damit auch den Betrag, den Du als „akzeptable Kosten“ definierst, zu steigern!

 

Was bedeutet eigentlich teuer?

Daher solltest Du, wenn Du darüber nachdenkst Dir z.B. ein Tool zu leisten, was – sagen wir – 30-50€ im Monat kostet, nicht zuerst denken: „Oh, nochmal so viel Geld im Monat, das ist aber teuer.“. So denkt kein Unternehmer!

Der Unternehmer überlegt sich: Was bekomme ist für diesen Betrag? Was bringt mir das für mein Business? Und in wie weit hilft mir das, mehr Umsatz zu generieren?

Vermutlich wird der Unternehmer zu der Erkenntnis kommen, dass das Tool, was er sich einkauft, ihm zum Beispiel die Arbeit mit Social Media deutlich erleichtert und er so 2 Stunden Zeit die Woche spart. Im Monat macht das schon 8 Stunden!

In dieser Zeit kann er sich den Dingen widmen, die ihm Umsatz bringen. Zum Beispiel Kundenaufträge bearbeiten, Kennlerngespräche führen, Blogartikel schreiben usw.

Was glaubst Du, wie wird sich der Unternehmer entscheiden, wenn er die Sache so betrachtet? Er wird das Tool kaufen. Weil – und das ist genau der relevante Punkt: die Kosten und der direkt damit verbundene Gewinn in einem guten Verhältnis stehen.

Er investiert 50€ für 8 Stunden freie Zeit im Monat. Klingt nach einem bomben Investment, wenn Du mich fragst.

Das Geld muss trotzdem erst einmal da sein

Soweit so gut und so nachvollziehbar. eine kleine Einschränkung möchte ich dennoch machen. Denn bei aller Logik, was den Sinn und den Ertrag von Investitionen angeht, kannst Du natürlich nur das Geld ausgeben, was Du tatsächlich auch hast!

Was nicht da ist, kannst Du nicht ausgeben. So einfach ist das.

Dennoch wird mit geschicktem Nachdenken jeder von uns vermutlich den einen oder anderen Euro auftreiben können, den er in das Wachstum des eigenen Business stecken kann.

Was kannst bzw solltest Du Dir leisten?

Weil es so wichtig ist, möchte ich es gerne nochmal erwähnen: Als Unternehmer solltest Du nicht nur die Höhe einer Ausgabe betrachten, sondern Dir immer die folgenden 3 Fragen stellen:

5

Was kostet es?

5

Was bringt es?

5

Wann kann ich damit rechnen?

Nur wenn Du diese 3 Dinge durchdacht hast, bist Du in der Lage, zu beurteilen, ob eine Investition Dein Business nach vorne bringt oder nicht.

Ein kleines Beispiel:

Stell Dir vor, Du zahlst 500€ für Facebook-Werbung, was ja kein ganz kleiner Betrag ist. Aber durch diese Anzeige gewinnst Du 50 neue Abonnenten und 1 neuen Kunden, der Dir 1.000€ für die Arbeit mit Dir zahlt.

Hat sich das Investment gelohnt? Ja, absolut, denn Du hast 500€ investiert um direkt 1.000€ Umsatz zu machen und 50 neue Abonnenten zu gewinnen, die vielleicht eines Tages zu zahlenden Kunden werden.

Und genau so solltest Du über Deine Ausgaben nachdenken. Und das nicht nur 1x BEVOR Du das Geld investierst, sondern auch regelmäßig DANACH, um zu checken, ob das, was Du erwartet hast, auch wirklich eingetreten ist.

Denn in unserem schönen Facebook-Beispiel hätte es ja auch sein können, dass niemand direkt kauft und „nur“ die 50 Abonnenten neu dazu kommen. Dann wird die Rechnung vermutlich kaum aufgehen…

Überprüfe Deine Ausgaben

Wenn Du bislang noch nie eine solche Überprüfung gemacht hast und Dir nicht sicher bist, wie Du vorgehst, keine Sorge. Hilfe naht! Denn ich habe mich hingesetzt und Dir ein Arbeitsblatt gebastelt, mit dem Du genau diese Überprüfung selber durchführen kannst.

So findest Du heraus, welche Ausgaben für Dein Business sinnvoll sind und welche eher nicht. Auf der Basis kannst Du dann ganz leicht entscheiden, welche Ausgaben bleiben dürfen und welche Du vielleicht reduzierst oder streichst. Das verschafft Dir nicht nur einen besseren Überblick, sondern verschafft Dir möglicherweise auch Geld, was Du in „bessere“ Dinge investieren kannst, ohne Deine Kosten insgesamt steigern zu müssen.

Nun verrate mir in den Kommentaren, wie Du Deine Kosten und Ausgaben festlegst. Welche Gedanken machst Du Dir zum Thema und welche Probleme und Anregungen hast Du?

Newsletter

WÖCHENTLICHE TIPPS & TRICKS FÜR MEHR BEKANNTHEIT, LESER UND KUNDEN

In meinem Newsletter zeige ich Dir, wie Du genau die Blog-Artikel schreibst, die in Google auf Seite 1 landen, in Pinterest großartige Reichweite erzielen und Dir genau die richtigen Leser bringen. Nämlich die, die später zu Kunden werden!

Das könnte Dich auch interessieren

Pinterest-Workshop: vom Anfänger zum Experten in nur einem Tag!