12 Dinge, die ich im ersten Jahr als Selbstständige gelernt habe

Die Selbstständigkeit ist einer der größten, aufregendsten und gleichzeitig größten Abenteuer, in das ich mich in meinem Leben gestürzt habe. Selten habe ich eine solch steile Lernkurve gehabt, so viele tolle neue Leute getroffen und so viel Spaß gehabt.

Dabei hat zu Beginn noch wenig wirklich gut funktioniert. Ich habe diverse Umwege gebraucht, bis meine Nische passte. Eine Weile gebraucht, bis ich meine Stimme gefunden hatte. Habe mich mit dem Bloggen schwer getan und es dann doch so richtig lieben gelernt. Ein gut geölter Motor läuft eindeutig runder. Und doch hat sich jeder einzelne Schritt – auch wenn er in die falsche Richtung ging – absolut gelohnt.

Um Dir den Einstieg ein wenig zu erleichtern, habe ich mich einmal hingesetzt und Dir die 12 wichtigsten Dinge, die ich im ersten Jahr als Selbstständige gelernt habe, aufgeschrieben.

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1 | Leidenschaft alleine ist nicht genug

Natürlich ist es wichtig, mit großer Leidenschaft (und vielleicht auch einem ordentlichen Quäntchen Idealismus) ins Abenteuer Selbstständigkeit zu starten. Es gibt so viel zu erledigen und zu lernen, dass Du einfach mit ganzem Herzen dabei sein musst, um das mitzubringen, was es braucht, um durchzuhalten.

Doch Enthusiasmus alleine bringt leider keinen Erfolg. Erst als ich begonnen habe, das ganze Unternehmen hier strategisch anzugehen und mir auch die mühsamen Fragen zu stellen, begann mein Business zu wachsen.

Heute kann ich mit Gewissheit sagen: Es gibt weder die magische Pille, noch die ultimative Strategie, mit deren Hilfe alles ganz einfach ist und die Dich über Nacht erfolgreich machen. Jeder, der etwas anderes behauptet, lügt Dir ins Gesicht.

Was es stattdessen braucht, sind solide Grundlagen, harte Arbeit und den Mut, die Dinge so lange zu testen, bis sie funktionieren und zu Dir und Deinem Business passen. (Und das ist genauso unglamourös, wie es klingt ;-))

 

2 | 4 Augen sehen mehr als 2

Es gibt 2 Entscheidungen, die ich getroffen habe, die ganz sicher den größten Einfluss darauf hatten, dass sich mein Business in die richtige Richtung entwickelt.

  • Einen Business-Coach zu engagieren und
  • Meine Mastermind-Gruppe

 

Stell es Dir ein wenig so vor, als sei ich vorher Fahrrad gefahren und dann in einen Porsche umgestiegen. Auch mit dem Fahrrad hätte ich vermutlich mein Ziel erreicht. Doch es wäre unglaublich viel mühsamer gewesen und hätte wesentlich länger gedauert.

Porsche fahren, hingegen, macht einfach unfassbar viel Spaß und bringt einen richtig schnell von A nach B.

Genauso lief es in meinem Business. Ich hatte plötzlich jemanden an der Seite, der mir erforderliches Wissen beigebracht hat. Von dem ich Feedback bekam, Mit dem ich meine Ideen diskutieren konnte und der ein offenes Ohr für mich hatte, wenn irgendwo der Wurm drin war.

Ein Game-Changer. Auf ganzer Linie!

 

3 | Originalität schlägt Wettbewerb

Einzigartige Ideen haben keinen Wettbewerb. Heb Dich von Deinen Mitbewerbern ab. Z.B. durch Deine Art zu arbeiten, Deine Kommunikation, Deine Kundenbeziehungen, Deine Angebote oder oder oder.

Anders ausgedrückt: Drücke Deinem Business Deinen Stempel auf und mache die Dinge genau so, wie Du es für richtig hältst.

Ich biete z.B. im Rahmen meiner Beratung unlimitierten Email-Support für die Dauer der Zusammenarbeit an, was – zumindest soweit ich weiß – kein Mitbewerber tut. Viele haben mir davon abgeraten. Das sei unglaublich viel Arbeit und das Risiko, dass es „ausgenutzt“ werde, sei zu groß.

Für mich hingegen ist es ein unverzichtbarer Teil meiner Beratung, an den ich uneingeschränkt glaube. Meine Beratungsleistung liegt nur zu einem kleinen Teil in der Vermittlung von Wissen. Meine Leistung besteht darin, meinen Kunden zu zeigen, wie sie dieses Wissen für sich anwenden. Also in der Umsetzung.

Und natürlich kommt es da zu Fragen. Woher soll ein Einsteiger auch wissen, ob der Text nun gut geschrieben ist, oder ob der dieses und jenes gut umgesetzt hat?

Genau – gar nicht.

Will ich also, dass meine Kunden Erfolg haben, muss ich ihnen die Unterstützung da geben, wo sie sie brauchen. Für mich bedeutet das auch, dass ich sie nicht „unterwegs“ stehen lasse, sondern ihre Fragen beantworte und ihnen Feedback gebe. Nur so, finde ich, kann ich sicherstellen, dass sie die versprochenen Ergebnisse auch erzielen.

 

4 | Baue Dein Business auf Deinen Werten auf

Wie Du ja vielleicht weißt, hatte ich vor meiner Selbstständigkeit einen wirklich gut bezahlten Job in einer Bank. Und damit Status und Geld. All das habe ich für das Abenteuer Selbstständigkeit aufgegeben.

Ich werde oft gefragt, ob ich das nicht vermisse.

Und es macht mich froh und glücklich, dass ich sagen kann: Kein Stück – ganz im Gegenteil! Denn Status ist nichts, was ich wirklich erstrebenswert finde. Und auch, wenn ich finanziell lange noch nicht wieder da bin, wo ich einmal war, zahle ich diesen „Preis“ gerne für die Freiheit, die ich heute habe. Die ist mir so so viel mehr wert!

Über die Tatsache, dass viele mich für verrückt halten und das, was ich heute tue, belächeln, kann ich ganz entspannt lachen. Denn ich tue, was mir Spaß macht und Freude bereitet und zahle davon meine Miete – was will ich mehr?

Daher: strebe nicht an, was andere Dir diktieren. Wirkliche Zufriedenheit kannst Du eh nicht mit Geld kaufen, sondern findest sie dann, wenn Du im Einklang mit Deinen Werten bist.

 

5 | BloggEN ist entscheidend für Erfolg

Es gibt unfassbar viele Gründe, warum Bloggen entscheidend ist für Deinen Erfolg: Bloggen hilft Dir, Deine Arbeit zu präsentieren, Deine Kunden zu informieren. Es sorgt dafür, dass Besucher wiederkommen und Dich überhaupt erst finden. Es hilft Dir, eine Community aufzubauen und Dein Wissen zu teilen. Noch dazu ist es absolut flexibel in der Gestaltung. Du hasst Schreiben? Mach Videos (oder was auch immer)!

Ich habe selber lange gebraucht, bis ich die Bloggerei lieben gelernt habe. Ein Fehler, denn so habe ich viel Zeit in andere Dinge investiert, die ich besser in meinen Blog gesteckt hätte. Letztlich hat mich das vermutlich Besucher und Wachstum gekostet und ist damit DIE Sache, die ich heute anders machen würde, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte.

 

6 | Wenn Du liebst, was Du tust, wirst Du nie wieder arbeiten

Der Spruch mag ein alter Hut sein. Dennoch ist er wahr. Auch wenn das natürlich nicht immer und dauernd zutrifft (bei den Steuern z.B.), „erwische“ ich mich regelmäßig dabei, dass ich mehr tue, als ich mir für den Tag vorgenommen habe und ich dennoch nicht mal im Ansatz so gestresst bin, wie ich es als Angestellte war.

Es ist ein großes Geschenk für mich, dass ich arbeiten kann, wann, wie und wo ich will und oft vergeht die Zeit wie im Fluge. Besonders an den Tagen, an denen ich Coachings mit meinen Kunden habe.

7 | Fehler sind zwingend notwendig

Natürlich ist niemand davor gefeit, Fehler zu machen. Doch ich sehe das noch aus einem ganz anderen Winkel. Fehler und Irrwege sind die Abkürzung zum Erfolg. Durch nichts anderes lernst Du schneller und effektiver. Hab daher keine Angst vor Fehlern.

Die Selbstständigkeit ist ein großes Experiment und Abenteuer und nur, wenn Du den Mut hast, die Dinge einfach anzugehen, wirst Du herausfinden, was für Dich funktioniert und was nicht. Also gräm Dich nicht, wenn mal etwas nicht so funktioniert, wie Du gehofft hast. Lerne daraus und mach es anders/besser.

 

8 | Wer fragt, gewinnt

Die wenigsten Gelegenheiten fallen Dir einfach in den Schoß. Du musst sie vielmehr bewusst suchen und ansprechen. Seien das neue Kunden, Kooperation oder andere Dinge. Warte nicht passiv darauf, dass etwas passiert, sondern gehe die Dinge aktiv an. Auch wenn Dir das vielleicht Bauchweh bereitet.

 

9 | Probiere Möglichst viel aus

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit dachte ich, ich bräuchte UNBEDINGT einen Online-Kurs. Und zwar so ein tolles Selbstlernding, was mir automatisiert jede Menge Kunden bringt. Was habe ich also gemacht? Einen erstellt und dann 2 Dinge festgestellt:

  • Online-Kurse sind unglaublich schwer zu vermarkten, wenn Dir dir Reichweite fehlt (und wer hat die schon als Einsteiger)
  • Bei Selbstlernkursen beschränkt sich der Kontakt mit Deinen Kunden auf technische Fragen. Ein inhaltlicher Austausch findet kaum statt. (Doch gerade den liebe ich an meiner Arbeit)

 

Ich könnte jetzt sagen das Projekt Online-Kurs war ein Flop. Doch ganz ehrlich: Die Erfahrungen die ich gesammelt habe, sind so viel wert, dass ich das so absolut nicht unterschreiben kann.

Ich weiß jetzt, was ich wirklich will und auch, wann so ein Kurs Sinn macht und wie ich ihn dann gestalten würde. Diese Erfahrung ist Gold wert und rechtfertigt das „Experiment“ allemal.

Und ich habe gelernt, dass es die Experimente sind, die mir die größten Aha-Erlebnisse bringen, weshalb ich weiterhin viel testen und ausprobieren werde.

 

10 | VErsprich wenig und liefere viel

Es ist immer besser, wenig zu versprechen und dann viel zu liefern, als andersrum. Sag keine Deadlines zu, die Du nicht halten kannst. Versprich keine 10 Blogartikel die Woche, wenn Du Dich bereits schwer tust, nur einen einzigen zu schreiben. Usw.

Überrasche Deine Kunden lieber positiv, indem sie eine für Freitag avisierte Antwort bereits Donnerstag erhalten. Indem der „kleine“ Leadmagnet zusätzliche Informationen erhält, über die der Leser sich freut. Etc.

 

11 | Eine Kopie ist nie so gut wie das Original

Sei ein Original und keine Kopie. Hab keine Scheu davor, Deine Meinung zu vertreten, auch wenn alle in Deiner Nische etwas anderes behaupten. Ecke an und mach Dir nichts draus, wenn einigen das nicht gefällt.

Wer erfolgreich im Business sein will, muss sich zeigen. Ein Punkt, der mich zu Beginn große Überwindung gekostet hat. Doch ich habe eingesehen, dass es nicht nur nicht anders geht. Sonders dass ich Öffentlichkeit brauche, um erfolgreich zu sein.

Heute ist es mir egal, wenn ehemaligen Kollegen denke, ich bin verrückt geworden. Sollen sie doch. Wenn ich dadurch nur einen begeisterten Leser mehr gewinne, ist es das 3x wert!

 

12 | ERfolg braucht zeit

Die Mitbewerber, die scheinbar so plötzlich und über Nacht die Reichweite gewinnen, nach der Du Dich sehnst, haben oft bereits Jahre im Business hinter sich, in denen sie selber vom Erfolg geträumt haben. Auch sie mussten die Arbeit investieren und geduldig auf den Erfolg warten.

Denn leider gibt es diesen nur in wenigen Ausnahmefällen über Nacht. Viel häufiger ist Erfolg das Resultat von vielen kleinen Schritten in die richtige Richtung, die erst in der Summe einen Sinn ergeben.

 

Welche Erfahrungen konntest Du aus Deinem ersten Jahr mitnehmen? Was würdest Du heute anders machen, wenn Du nochmal starten würdest?

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